Sicherheit gibt es nur mit hochwertige Sommerreifen

Sommerreifen von Ostern bis Oktober – damit ist man als Autofahrer im Sommer sicher unterwegs. Aber nicht jeder Sommerreifen garantiert kurze Bremswege und eine hohe Fahrstabilität: Billige Reifen, häufig Importe aus Fernost, bergen eklatante Sicherheitsrisiken, wie der ADAC erst kürzlich wieder feststellte.

Recherchiert man im Internet, so scheint der Kauf von Billigreifen ein wahres Schnäppchen zu sein. Den niedrigen Einkaufspreis bezahlen Autofahrer aber im schlimmsten Fall mit ihrer Sicherheit. Der ADAC testete insgesamt 35 Sommerreifen, von denen fünf mit “nicht empfehlenswert” abschnitten: Allesamt Billigreifen aus Fernost.

Typische Probleme, die mit Billigreifen auftreten, sind ein langer Bremsweg, wenig Seitenführung und Mangel an Grip, gerade in Kurven. Die Initiative Reifen-Sicherheit empfiehlt daher jedem Autofahrer, beim Reifen nicht zu sparen, denn Reifen sind das einzige, was das Fahrzeug mit der Straße verbindet. Kauf und Beratung beim Reifenfachhandel sind grundsätzlich zu empfehlen – ein Reifenfachhändler findet einen kostengünstigen und vor allem sicheren Reifen für die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden.

Ein Satz neue Sommerreifen für die kommende Saison wird benötigt, wenn einer der folgenden Sicherheitsmängel vorliegt:

1. Weniger als 3 Millimeter Profil
Ab einer Profiltiefe von 3 mm kann ein Sommerreifen die Systemvorteile nicht mehr ausspielen und die Haftung auf nasser Fahrbahn nimmt ab. Das Profil ist wichtig, um Wasser zu verdrängen: Bei 100 km/h hat ein Reifen mit 3 Millimeter Profil noch seitlich Kontakt mit dem Boden und schon hier kann jede Brems- oder Lenkbewegung verhängnisvoll sein, bei Reifen, die bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern abgefahren sind, schwimmt der Reifen auf und der Fahrer hat keine Kontrolle mehr über den Wagen.

2. Beulen und Risse
Beulen oder Risse können auf Beschädigungen des Reifen-Unterbaus hinweisen, die im schlimmsten Fall dazu führen, dass sich die Lauffläche während der Fahrt löst. Ob die eigenen Reifen noch eine Saison „durchhalten“, kann ein Profi im Reifenfachhandel feststellen.

3. 10 Jahre und älter
Es gibt weder eine technische, noch eine gesetzliche Regelung zur Nutzungsdauer von Pkw-Reifen. Die Initiative Reifen-Sicherheit empfiehlt, Reifen die 10 Jahre oder älter sind, grundsätzlich einem Sicherheitscheck unterziehen zu lassen.

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