Muss der Conti-Chef Neumann seinen Schreibtisch räumen
Auch wenn Continental-Vorstandsvorsitzender Karl-Thomas Neumann gestern mit der Genehmigung einer Kapitalerhöhung einen Punktsieg im Machtkampf gegen Großaktionär Schaeffler errungen hat, muss er möglicherweise nach nicht einmal einem Jahr seinen Posten wieder räumen. Auf der gestrigen Aufsichtsratssitzung in Hannover soll seine Abberufung am Arbeitnehmervotum gescheitert sein. Im bereits eingeleiteten Vermittlungsverfahren wäre nun statt einer Zwei-Drittel-Mehrheit eine einfache Mehrheit ausreichend.
Neumann habe das Vertrauen der Anteilseignerbank verloren, wird der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Werner Bischoff zitiert. Er rechnet mit einer Ablösung von Karl-Thomas Neumann in den nächsten 14 Tagen. Als Nachfolger sind die Schaeffler-Vertrauten Rolf Koerfer, der dem Conti-Aufsichtsrat vorsitzt, und Elmar Degenhardt im Gespräch.
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